| Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten
e. V.
Wie fing es an?
Als Ende der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Gefolge der so genannten
Studentenbewegung das gesamte Bildungs- und Gesellschaftssystem auf den
Prüfstand kam, setzte damit auch bei vielen Eltern und Pädagogen
ein Bewusstseinswandel ein. Die bestehenden Konzeptionen im Kindergarten-
und Schulbereich waren in die Kritik geraten, traditionelle Erziehungs-
und Bildungsziele wurden in Frage gestellt und neue pädagogische
Alternativen gesucht.
Während sich die einen von einer stärkeren Verschulung des Kindergartens
und beispielsweise der Einteilung in Jahrgangsklassen eine Verbesserung
versprachen, erkannten viele Eltern und Erzieher in der Waldorfpädagogik
eine zukunftsweisende Alternative. Seit den zwanziger Jahren hatte es
in Deutschland und einigen anderen Ländern bereits Waldorfkindergärten
gegeben. Nun, nach einer Initiative von Dr. Helmut von Kügelgen,
Stuttgart, und Klara Hattermann, Hannover, schlossen sich im Oktober 1969
Kindergärten und Erzieher-Seminare zur Internationalen Vereinigung
der Waldorfkindergärten zusammen.
Wie sieht es jetzt aus?
Seit dieser Zeit breitet sich die Waldorfkindergartenpädagogik mit
großer Dynamik aus:
- In Deutschland gibt es zurzeit 521 Waldorfkindergärten mit 20 000
Kindern.
- In über 50 Ländern der Welt bestehen weitere 918 Waldorfkindergärten:
in allen westeuropäischen Ländern, in Ägypten, Israel,
Indien, Japan und Südkorea, auf den Philippinen, in Australien und
Neuseeland, den Townships von Südafrika, in vielen südamerikanischen
Ländern und Mexiko, in den USA und Kanada, in Russland und der Ukraine,
den baltischen Staaten und Rumänien.
- Ausbildungsstätten für Waldorferzieherinnen:
In Deutschland gibt es 13 Waldorferzieher-Seminare und -Fachschulen, im
Ausland 33.
Aufgaben der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten
- Beratung, Hilfe und Förderung beim Aufbau von Kindergärten
- weltweite gegenseitige Unterstützung beim Aufbau und Betrieb von
Ausbildungsstätten
- Herausgabe und Übersetzung pädagogischer Literatur
- Durchführung von wissenschaftlichen und bildungspolitischen Tagungen
und Kongressen
- Forschungen auf dem Gebiet der Entwicklung und Erziehung von Kindern
- Öffentlichkeitsarbeit
- Zusammenarbeit mit anderen pädagogischen Institutionen und Initiativen
Kontakt:
Geschäftsstelle der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten
(siehe Briefkopf) und
Peter Lang c/o Waldorferzieherseminar Stuttgart,
Heubergstraße 11, 70188 Stuttgart,
Telefon 07 11/26 84 47-0; E-Mail: info@waldorfkindergartenseminar.de
Stuttgart, Mai 2004
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